Aus- und
Fortbildungen in
körperorientierter Psychotherapie
Leitung: Dr. phil. Dipl. Psych.
Manfred Thielen
Steuernr.:
18/558/50300
Sitz: Cosimaplatz 2, 12159 Berlin. Tel.: 030/22327203
Assoziiertes Mitglied der Dt. Gesellschaft für
Körperpsychotherapie (DGK) und der European Assoziation
for Body-Psychotherapie (EABP).
Sämtliche
Seminare finden im Centro Delfino statt!
Termin
für den Info Abend wird noch bekannt gegeben!
Institut für Körperpsychotherapie Berlin, Cosimaplatz
2,
12159 Berlin, Tel. 030/22327203
Anmeldung: Manfred Thielen, ma.thielen@gmx.de
Online-Teilnahme ist möglich.
Curriculum
2027
5.-7.3.27 Manfred Thielen
Körperpsychotherapie und Angst
Die
verschiedensten Formen von Angststörungen sind
in der klinischen Praxis sehr verbreitet. Den
Angstsymptomen liegen häufig komorbide und Persönlichkeits-problematiken
zugrunde. Ausgehend von den Angsttheorien von
Freud, Reich, u.a. psychodynamischen und humanistischen
Ansätzen, sowie Erkenntnissen der prä-, peri-
und postnatalen Forschung und der Säuglingsforschung,
werden körper- und prozessorientierte Methoden
der Be- und Verarbeitung von Ängsten vorgestellt.
Sie helfen das Körper-Selbst zu stärken, bisher
verdeckte bzw. zuru?ckgehaltene Gefu?hle auszudru?cken,
mit Schattenseiten zu konfrontieren und den Zugang
zu der, den Ängsten zugrundeliegenden, Persönlichkeitsstruktur
der Patient*in herzustellen. Darüber hinaus soll
sich auch mit den gesellschaftlichen Ängsten vor:
Krieg, sozialem Abstieg, Klimawandel, Gefährdung
der Demokratie durch rechtsextreme Kräfte, Einwanderung
u.a. auseinandergesetzt werden.
Literatur:
M.Thielen (2023): Körperpsychotherapie bei
Angst. In: Marlock,G., Weiss, H., Grell-Kamutzki,
L., Rellensmann, D., (Hg.): Handbuch der Körperpsychotherapie.
S. 814-835, Stuttgart: Schattauer-Verlag.
9.-11.4.27 Manfred Thielen
Körperpsychotherapie bei
frühkindlichen Entwicklungsstörungen
Nach
den Erkenntnissen der pränatalen Psychologie und
der körperorientierten Babytherapie können sich
psychische Problematiken bereits in den Interaktionsprozessen
der Mutter mit dem Embryo während der Schwangerschaft
entwickeln. Nach den Erkenntnissen der peri- und
postnatalen Psychologie können die Phasen und
Matrixen vor der Geburt prägend für die psychische
Entwicklung sein. Vor allem Angststörungen aber
auch depressive Resignation können in der perinatalen
Phase ihre Wurzeln haben.
Die Kern-Selbstentwicklung des Säuglings vollzieht
sich nach der Säuglingsforschung (D. Stern u.a.)
bereits ab dem 2. Lebensmonat. Durch Interaktionsstörungen
und mangelnder Affektabstimmung zwischen den primären
Bezugspersonen und dem Kind entstehen frühe Regulationsstörungen
der affektiven Selbstregulation.
Der Körperpsychotherapeut G. Downing hat die Konzepte
der affekt-motorischen Schemata und der Mikropraktiken
entwickelt, die frühkindliche Bewegungs- und Verhaltensmuster
prägen. Aus diesen Konzepten habe ich Interventionen
für die körperpsychotherapeutische Praxis entwickelt,
die im Workshop erfahr- und erlebbar werden. Zusammenfassend
werden in diesem Workshop körperpsychothera-peutische
Vorgehensweisen bei prä-, peri-, postnatalen und
frühkindlichen Störungen in Theorie und Praxis
vermittelt.
Literatur:
Thielen, M. (2013): Neue Entwicklungen in der
Wissenschaft und ihre Bedeutung für die körperpsychotherapeutische
Praxis. Säuglingsforschung -- Mikropraktiken Körperpsychotherapeutische
Praxis. In: Thielen, M. (Hrsg.): Körper -- Gruppe
-- Gesellschaft. Neue Entwicklungen in der Körperpsychotherapie.
Psychosozial-Verlag, Gießen, 309-318
Thielen, M. (2027): Der Säugling im Erwachsenen
- Körperpsychotherapie bei frühkindlichen Entwicklungsstörungen.
In: Rackelmann, M., Schroeter, B., Thielen, M.
(Hg): Prägender Lebensanfang Körperpsychotherapie
und früheste Erfahrungen (wahrscheinlicher Titel).
Psychosozial-Verlag, Gießen, 2027.
7.-9.5.2027 Stefan Ide
Körperorientierte Traumatherapie - Wege
zur Heilung, Teil 2
Dieses Folgeseminar vertieft körperpsychotherapeutische
Vorgehensweisen zur Behandlung von Traumafolgestörungen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Konzept
der Neurozeption: der unbewussten Wahrnehmung
von Sicherheit, Gefahr und Bedrohung. Traumatische
Erfahrungen können diese Prozesse so verändern,
dass auch gegenwärtig sichere Situationen körperliche
Alarmreaktionen, Rückzug oder Erstarrung auslösen.
Dadurch kann der Zugang zu eigenen Gefühlen, Bedürfnissen
und inneren Ressourcen erschwert werden.Auf der
Grundlage der Arbeiten von Peter Levine, Bessel
van der Kolk, Luise Reddemann und Stephen Porges
werden körperorientierte Interventionen vermittelt
und erprobt, die das Erleben von Sicherheit unterstützen
und die Unterscheidung zwischen vergangener Bedrohung
und gegenwärtiger Erfahrung fördern. Orientierung
im Raum, bewusste Körperwahrnehmung und die Erfahrung
eines verlässlichen Kontakts bilden hierfür wichtige
Ansatzpunkte.Mit der Technik des Pendelns
wird die Aufmerksamkeit behutsam zwischen stabilisierenden
Erfahrungen und belastenden Empfindungen bewegt.
So können bislang vermiedene oder abgespaltene
Gefühls- und Erlebnisanteile schrittweise zugänglich
werden und in das gegenwärtige Selbsterleben integriert
werden. Dabei geht es um das Wahrnehmen auftauchender
Erfahrungen, ohne Erinnerungen zu erzwingen oder
zu deuten.Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vertiefung
von TRE (Trauma Releasing Exercises) nach David
Berceli und deren dosierte Einbettung in den therapeutischen
Prozess. Stabilisierung, behutsame Annäherung
und Integration bilden den Rahmen des Seminars.
11.-13.6.27 Ebba Boyesen
Biodynamische Körperpsychotherapie.
Diagnostische Bildarbeit als ergänzende Technik
Auf der Basis der Biodynamischen Körperpsychotherapie
wird die Diagnostik und die Arbeit mit inneren
Bildern dargestellt. Innere Bilder ermöglichen
den direkten Zugang zum Körper und sind ein wichtiger
Schlüssel für die dialogische Arbeit zwischen
bewussten und unbewussten Anteilen. Sie sind häufig
nur über das Körper-gedächtnis zugänglich, was
durch die körperpsychotherapeutische und auch
die Bildarbeit möglich wird. In dem Workshop werden
die zu den Bildern passenden Gefühle in ein basales
diagnostisches System integriert. Die Bilder werden
mit den damit assoziierten Themen verbunden. Z.B.
ist ein negatives Selbstwertgefühl mit einem entsprechenden
Bild und einem individuellen Körpererleben verbunden.
Die Arbeit der körperpsychotherapeutischen Transformation
in ein akzeptierendes und stimmiges Selbstwertgefühl
wird praktisch erfahrbar gemacht.
27.-29.8.27 Manfred Thielen
Körperpsychotherapie und Entfremdung
In dem Seminar soll sich mit der gesellschaftlichen
und individuellen Entfremdung auseinandergesetzt
werden. Ausgehend von der Marx`schen Analyse von
vier Arten der Entfremdung: Entfremdung vom Produkt
der Arbeit, Entfremdung von der Tätigkeit des
Arbeitsprozesses, Entfremdung vom menschlichen
Gattungswesen, Entfremdung von den anderen Menschen
werden weitere Formen wie Missachtung und Exklusion,
Selbstoptimierung und Entfremdung von den Gefühlen
beschrieben. Bei der körperpsychotherapeutischen
Arbeit wird sich auf die individuelle Entfrem-dung
von den Gefühlen konzentriert. In dem Seminar
wird die körperpsychothera-peutische Vorgehensweise
zur Bearbeitung der individuellen Entfremdung,
die sich in abgespaltenen, verdrängten und vermiedenen
Gefühlen ausdrückt, mit dem Ziel einer angemessenen
Affekt- und Gefühlsregulation der Patient*innen
demonstriert und über den eigenen Selbsterfahrungsprozess
praktisch erfahrbar gemacht.
Literatur: M.Thielen (2022):
Körperpsychotherapie und Entfremdung. In: körper
tanz bewegung, 4/2022, S. 130-145.
2.10.27 Anna Willach-Holzapfel
Trauma- und körperorientierte Supervision
Die körperorientierte Psychotherapie mit
traumatisierten Menschen erfordert Traumawissen
und -sensibilität. Durch den Blickwinkel von trauma-
und körperorientierter Supervision soll es darum
gehen, Traumatisierungen besser erkennen und betroffene
Patient*innen angemessen verstehen und begleiten
zu können. Bitte, traumatherapeutische Fälle und
entsprechende Fragen mit- und einbringen. Die
Bedeutung von Stabilisierung, Sicherheit, Abgrenzung,
Ressourcenorientierung, Selbstfürsorge und Selbstregulation
wird sowohl bei Patient*innen als auch bei uns
Therapeut*innen in jedem traumaorientierten Therapieprozess
deutlich. Der Stärkung und Bewusstwerdung dieser
therapeutischen Kompetenzen werden wir uns im
Laufe des Tages ebenfalls immer wieder übend und
körperorientiert zuwenden. Wir können damit sowohl
unsere Patient*innen angemessen begleiten als
auch uns gesund erhalten und sekundärer Traumatisierung
vorbeugen.
29.-31.10.27 Stephan Hamblin-Trué
Körperpsychotherapeutische Arbeit an
psychodynamischen Konflikten
Lange Zeit hat sich Körperpsychotherapie
fast ausschließlich an der Charakter-analyse orientiert.
In diesem Seminar untersuchen wir, wie sich verschiedene
psychodynamische Grundkonflikte (nach OPD) im
Körper ausdrücken und wie sie körperpsychotherapeutisch
behandelt werden können. Wir schauen uns auch
an, welche Bedingungen anamnestisch zur Entstehung
des entsprechenden Konflikts führen und welche
Situationen später zur Zuspitzung desselben beitragen
können. Wie wirkt sich das auf den Organismus
aus und welche Methoden der Kompensierung stehen
ihm je nach Entwicklungsalter zur Verfügung? Dabei
betrachten wir nicht nur, wie sich das jeweilige
Thema im Körper manifestiert, sondern auch, wie
es sich in Beziehungen zeigt. Ich verfolge hier
einen integrativen Ansatz, der auch die Perspektiven
der Objektbeziehungstheorie und der Ich-Psychologie
miteinbezieht. Der Lehrstoff wird zunächst über
Selbsterfahrungsanteile in Dyaden, Triaden und
in der Gruppe vermittelt. Anschließend wird das
Geschehen dann theoretisch eingeordnet.
3.-6.12.27 Manfred Thielen
Körperpsychotherapie und der Einbezug
systemischer Aspekte und die Arbeit mit inneren
Selbst-Anteilen
Der Einzelne ist Teil verschiedener Systeme,
vor allem der Familie, der Gesellschaft und des
ökologischen Systems. Die körperorientierte Aufarbeitung
von Familienstrukturen legt einen besonderen Fokus
auf die körperliche Dimension dieser Strukturen
und der körperlichen Resonanz des/r Patient*in.
Das Familiensystem kann auch in der Einzeltherapie
mit Symbolen räumlich aufgestellt werden, damit
der/die Patient*in die entsprechenden Konfliktlinien
emotional, kognitiv und körperlich besser erleben
kann.
Auf dieser Basis kann dann die Arbeit mit den
verschiedenen Anteilen des Selbst, vor allem mit
dem inneren Kind und dem erwachsenen Anteil erfolgen.
Hierbei wird auch auf die Körperhaltung, die -
empfindungen , die Atmung u.a. fokussiert. Wie
erlebt sich die Patient*in in ihrem Körper, wenn
sie in die Rolle des inneren Kindes einnimmt?
Die Gefühle, die das Kind in seiner Familie nicht
ausdrücken durfte und konnte, können im geschützten
therapeutischen Raum ausgedrückt werden. Nach
dem objektbezogen Ausdruck dieser abgespaltenen
und verdrängten Gefühle wird dem/der Patient*in
die Möglichkeit gegeben, dass der erwachsene Anteil
den kindlichen selbstregulativ integrieren kann.
Der/die Patient*in kann in der Folge ein kongruentes
und kohärentes Selbst-Gefühl entwickeln. Durch
praktische Übungen kann diese Vorgehensweise erfahren
und gelernt werden.
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Einjährige
Fortbildung in
körperorientierter Psychotherapie 2026
Curriculum
2026
Ort: Centro Delfino, Praxisgemeinschaft
Lietzensee, Dernburgstr. 59,14057 Berlin.
27.02.
- 01.03.26 Manfred
Thielen
Körperpsychotherapie
bei Depression
In
der ambulanten Praxis gehören die verschiedensten
Formen der Depression zu den häufigsten Krankheitsbildern.
Depressive Symptome sind in der Regel Ausdruck
ungelöster Konflikte, Defizite und unausgedrückter
Affekte und Gefühle aus der Kindheit. Die affektive
und emotionale Selbstregulation ist unterbrochen
bzw. gestört, wobei die aversiven und insbesondere
aggressiven Gefühle eine besondere Rolle spielen.
Die depressive Problematik zeigt sich auch in
der Körperhaltung, Mimik, Gestik, Atmung u.a.
In der Körperpsychotherapie gibt es eine Reihe
von Techniken, um die affektiven und emotionalen
Blockaden des Depressiven zu lockern bzw. zu überwinden.
Sie werden in ein humanistisches Verständnis der
therapeutischen Beziehung integriert. In dem Workshop
werden verschiedene körperpsycho-therapeutische
Interventionen und Übungen für die Arbeit mit
depressiven Menschen am eigenen Leib erlebbar,
um sie in der eigenen Praxis später entsprechend
anwenden zu können.
Literatur: Thielen, M. (2023):
Körperpsychotherapie bei Depression. In: Marlock;
Weiss, Grell-Kamutzki, Rellensmann (Hg.): Handbuch
der Körperpsychotherapie., S. 796-813, Stuttgart
(Schattauer-Verlag).
20.
- 22.03.26 Manfred Thielen
Körperpsychotherapie
- Sexualität und sexuelle Störungen
Die
Auseinandersetzung mit der Sexualität und sexuellen
Problemen und Störungen der PatientInnen ist ein
klassischer Gegenstandsbereich der Körperpsychotherapie.
Auf dem Hintergrund der reichianischen Tradition
und ihrer Weiterentwicklungen, der Entwicklungspsychologie,
Säuglings- und Bindungsforschung werden die psychosexuellen
Entwicklungsphasen des Kindes, einschließlich
der Pubertät, zusammenfassend dargestellt. Sexuelle
Probleme und Störungen sind häufig Teil der Persönlichkeitsproblematik
des Patienten und treten häufig in Verbindung
mit Depressionen, Ängsten auf. In Theorie und
Praxis wird der körperpsychotherapeutische Umgang
mit Sexualität und sexuellen Störungen vermittelt.
Körperpsychotherapeutische Interventionen zur
Lockerung bzw. Lösung psychosomatischer Blockaden
und Hemmungen können anhand eigener Erfahrungen
erlebt werden. Die Integration des körperorientierten
Vorgehens in den humanistischen Beziehungsprozess
wird demonstriert.
Literatur: Harms, Thomas & Thielen,
Manfred (Hg.) (2017): Körperpsychotherapie und
Sexualität. Grundlagen, Perspektiven und Praxis.
Gießen: Psychosozial-Verlag.
17.-19.4.26 Manfred Thielen
Körperpsychotherapie
bei narzisstischen und Borderline-Persönlichkeitsproblemen
In
Theorie und Praxis wird die körperpsychotherapeutische
Arbeit mit Persönlichkeitsstörungen, insbesondere
narzisstischen und Borderline -Störungen, vorgestellt.
Ausgehend von der charakteranalytischen Arbeit
W. Reichs den Weiterentwicklungen eines körperpsychotherapeutischen
Persönlichkeitskonzeptes durch Lowen, Boyesen,
Boadella, Downing u.a. und dem Einbezug der Erkenntnisse
der Säuglings- und Bindungsforschung wird eine
körperorientierte Vorgehensweise vermittelt. Bei
schwierigen Patient*innen spielt der konstruktive
Umgang mit der negativen Übertragung und der Gefahr
der Dekompensierung eine besondere Rolle. Das
zentrale Erlebens- und Verhaltensmuster der Idealisierung
der Abwertung und seine Verkörperung wird analysiert
und Alternativen entwickelt. Mit Hilfe einer,
auf einer tragfähigen therapeutischen Beziehung
basierenden, containenden und prozessorientierten,
Behandlungstechnik kann die Dialektik zwischen
emotional stimulierenden und herunterregulierenden
Techniken in eigener Selbsterfahrung erlebt werden.
Literatur:
M.Thielen (2006): Körperpsychotherapie bei narzisstischen
Persönlichkeits-störungen. In: Marlock, G., Weiss,
H. (Hg.): Handbuch der Körperpsychotherapie. S.
749-758, Stuttgart, New York 2006, Schattauer-Verlag.
M.Thielen (Hg.) (2002):
Narzissmus. Körperpsychotherapie zwischen Energie
und Beziehung. Berlin 2002, U.Leutner-Verlag.
19.
- 21.06.26 Stefan Ide
Körperorientierte
Traumatherapie - Wege zur Heilung / Sich Körper
und Geist wieder zu eigen machen - Fortführung
Körperpsychotherapeutischen
Vorgehensweisen zur Behandlung von Traumafolgestörungen
orientieren sich immer an den 3 Phasen der Traumatherapie
"Stabilisierung - Konfrontation - Integration",
die innerhalb jeder Behandlungsstunde bearbeitet
werden. Es werden also Übungen der Körperpsychotherapie
zu allen diesen Phasen vermittelt und erprobt.
Dabei orientiere ich mich in der Theorie an den
Arbeiten von Peter Levine, Bessel van der Kolk
und Luise Reddemann. Da bei einer Traumatisierung
der Kontakt zu den Gefühlen weitestgehend verloren
geht, verkümmern instinkthafte und intuitive Fähigkeiten
und die Menschen verlieren mehr und mehr den Kontakt
zu ihrem seelischen Potential. Viele Menschen
leiden, weil sie sich selbst als erstarrt und
gefühlskalt empfinden und dadurch häufig keine
lebendigen und intimen Beziehungen führen können.
Besonders werden daher in diesem Seminar körperpsychotherapeutische
Interventionen und Übungen vermittelt, mit denen
verdrängte Gefühle wiedererlebt werden können,
insbesondere durch die Technik des "Pendelns".
Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars wird auf
der Einführung bzw. Vertiefung der Methode des
Trauma Releasing Exercises (TRE) nach David Berceli
liegen.
19.09.26
Anna Willach-Holzapfel
Trauma-
und körperorientierte Supervision
Die
körperorientierte Psychotherapie mit traumatisierten
Menschen erfordert Traumawissen und -sensibilität.
Durch den Blickwinkel von trauma- und körperorientierter
Supervision soll es darum gehen, Traumatisierungen
besser erkennen und betroffene Patient*innen angemessen
verstehen und begleiten zu können. Bitte, traumatherapeutische
Fälle und entsprechende Fragen mit- und einbringen.
Die Bedeutung von Stabilisierung, Sicherheit,
Abgrenzung, Ressourcenorientierung, Selbstfürsorge
und Selbstregulation wird sowohl bei Patient*innen
als auch bei uns Therapeut*innen in jedem traumaorientierten
Therapieprozess deutlich. Der Stärkung und Bewusstwerdung
dieser therapeutischen Kompetenzen werden wir
uns im Laufe des Tages ebenfalls immer wieder
übend und körperorientiert zuwenden. Wir können
damit sowohl unsere Patient*innen angemessen begleiten
als auch uns gesund erhalten und sekundärer Traumatisierung
vorbeugen.
09.
- 11.10.26 Ebba Boyesen
Die
Wurzeln der Biodynamischen Psychotherapie
Ebba Boyesen wird die wichtigsten biodynamischen
Prinzipien, die Theorie der Psychoperistaltik
und der psychosomatischen Verdauung vorstellen.
Ausgehend von W. Reichs sieben Körpersegmenten
geht E. Boyesen von 12 Segmenten aus, die sie
in einer "Emotionalen Körperlandschaftskarte"
zusammengefasst hat. In jedem Segment sind spezifische
Affekte, emotionale, libidinöse und psycho-sexuelle
Impulse gebunden, die in der Regel durch frühkindliche
Interaktionsstörungen der Eltern mit dem Kind
entstanden sind. In der praktischen Arbeit wird
sie sich auf die therapeutische Präsenz in der
biodynamischen Vegetotherapie konzentrieren. Sie
wird grundlegende Techniken, wie das biologisch-dynamische
Atmen und andere biodynamische Interventionen
vermitteln. Die psychischen und körperlichen Ressourcen
können mobilisiert, die neurotischen Grenzen u.U.
überschritten und die Vitalität von Körper und
Psyche wieder hergestellt werden.
06.
- 08.11.26 Stephan Hamblin-True´
Gruppenprozesse
in der Körperpsychotherapie II
Dieses Seminar ist die Fortsetzung des Seminars
von 2025. Die Erforschung des eigenen Platzes
in der Gruppe, sowie die Gestaltung der Beziehungen
in der Gruppe können vertieft werden. Gleichzeitig
können weitere Techniken, Methoden und Wirkmechanismen
der körperpsychotherapeutischen Gruppenarbeit
erfahren und erlernt werden.
04.
- 06.12.26 Manfred Thielen
Körperpsychotherapeutische
Behandlungstechnik
In ihrer ca. 90-jährigen Tradition hat die Körperpsychotherapie
einen großen Reichtum an körperpsychotherapeutischen
Interventionen entwickelt. Sie basieren allerdings
alle auf der Basis einer tragfähigen und produktiven
therapeutischen Beziehung. In diesem Seminar soll
sich mit Interventionen der Affekt- und Emotionsregulation,
des Erdens und Zentrierens, aber vor allem mit
der Reinszenierung von Schlüsselszenen aus der
Biografie und dem Konzept der emotional korrektiven
Erfahrungen auseinandergesetzt werden. Frühkindliche
Schlüsselszenen sind häufig unbewusst und müssen
über das prodzedurale Körpergedächtnis zugänglich
gemacht werden. Danach können sie reinszeniert
und zunächst die damaligen Gefühle aktualisiert,
im zweiten Schritt, die damals verdrängten Gefühle
ausgedrückt und im dritten Schritt, emotional
korrektive Erfahrungen gemacht werden. Die körperpsychotherapeutischen
Interventionen werden im Seminar im Rahmen der
Selbsterfahrung emotional erfahrbar gemacht.
Die Seminare finden alle im Centro Delfino,
Praxisgemeinschaft Lietzensee, Dernburgstr. 59,14057
Berlin statt.
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